Energieausweis für Immobilien
Der Klimaschutz ist durch Al Gore weltweit zu einem Thema geworden. Der ehemalige Vize-Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat es geschafft, eine breite Öffentlichkeit für die Folgen der Klimaerwärmung zu interessieren. Das Hauptanliegen der Klimaschützer ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn regenerative Energien ausgebaut werden und gleichzeitig der Energieverbrauch gesenkt wird. In Deutschland hat man zu diesem Zweck einen Energieausweis für Immobilien eingeführt. Wenn ein Hausbesitzer die Absicht hat, sein Gebäude zu vermieten oder zu verpachten, muss er ein solches Zertifikat vorweisen können. Es gibt einen Energiebedarfsausweis und einen Energieverbrauchsausweis. Letzterer ist nicht für jede Immobilie erhältlich, aber er ist in der Erstellung mit weniger Aufwand verbunden und deswegen preisgünstiger. Der Energiepass soll dazu führen, dass Menschen schon vor der Unterzeichnung eines Miet- oder Kaufvertrages auf einen Blick erkennen können, wie effizient ein Haus ist. Ähnlich wie bei Kühlschränken und Tiefkühltruhen soll eine Farbskala verdeutlichen, in welche Energieklasse ein Gebäude gehört. Das Kalkül des Gesetzgebers ist, dass die Immobilienbesitzer sich deswegen darum bemühen werden, möglichst positiv eingestuft zu werden. Steigende Energiepreise sorgen fast automatisch dafür, dass der Energiepass eine wichtige Bedeutung haben wird.

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